Aufklärung: Inflation
Inflation wird oft in den Medien als Preissteigerungsrate bezeichnet. Das ist nicht ganz korrekt. Inflation ist eigentlich der Wertverlust (Kaufkraftverlust) des Geldes. D. h., das Geld wird immer weniger wert. Die Folge davon ist, dass für das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung von Jahr zu Jahr immer mehr Geld aufgebracht werden muss.
Die Inflation muß also jeder Sparer oder Anleger mit in seiner Kalkulation berücksichtigen. Auch muß man zwischen der offiziellen Inflationsrate vom statistischen Bundesamt und der tatsächlichen Inflation unterscheiden. Getreu dem Spruch frei nach Sir W. Churchill:
"Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast."
Hier muß man einfach verstehen, dass die Politik - unabhängig davon, welche Parteien gerade an der Macht sind - ein Interesse daran hat, besser da zu stehen, als es tatsächlich der Fall ist. Mit der Inflation wird die Staatsverschuldung quasi durch die Hintertür etwas abgebaut und der Bürger seiner Ersparnisse beraubt, ohne dass er es richtig mitbekommt.
Die offiziellen Zahlen brachten in den letzten 36 Jahren eine Inflation von durchschnittlich ca. 3,0 % p. a.
Gefühlt bzw. real erlebt sehen einige wichtige Zahlen aber ganz anders aus:
1977 Tageszeitung 0,15 EUR 2008 0,60 EUR ist das 4,0-fache
1977 Tasse Kaffe/Lokal 0,55 EUR 2008 2,50 EUR ist das 4,5-fache
1977 3-Zi-Wohnung 200,00 EUR 2008 800,00 EUR ist das 4,0-fache
1977 BMW 316 7500,00 EUR 2008 28000,00 EUR ist das 3,7-fache
Preis BMW 318, da 316 nicht mehr im Angebot
Hier könnte man noch viele weitere Beispiele bringen.
Der Euroverfall - Geldmenge im Euroraum nimmt drastisch zu!
Der Wert des Euro ist seit Einführung 1999 (Buchgeld) bis 2009 um 50% gefallen. Die D-Mark brauchte dazu 30 Jahre. Was 2000 noch 50,- DM kostete, kostet heute 50,- Euro.
Wenn man diversen Ökonomen Glauben schenken kann, ist ein willkürlich zusammengesetzter Warenkorb als Grundlage für eine statistische Inflationsbemessung ohnehin bedenklich, da der bewussten Manipulation Tür und Tor geöffnet sind. Diese Ökonomen messen die Inflation eher an der Zunahme der Geldmenge (M3) abzgl. der BIP-Wachstumsrate.
In diesem Zusammenhang ist die folgende Meldung höchst interessant:
Finanzen/Antwort - 30.03.2009
Berlin: (hib/HLE) Die Geldmenge "M3" im Euro-Raum ist seit Beginn des Jahres 1999 um jahresdurchschnittlich 7,5 Prozent gewachsen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/12362) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/12161) nach der Stabilität des Euro mit. Trotz der Zinserhöhungen von Dezember 2005 bis Juli 2008 habe die Geldmenge "M3" in den letzten Jahren sogar zweistellige Jahreswachstumsraten erreicht. Diese Rate habe in der Spitze im Oktober 2007 bei 12 Prozent gelegen. Derzeit habe sich der Zuwachs der Geldmenge deutlich abgeschwächt und im Januar dieses Jahres bei 5,9 Prozent gelegen.
Quelle: Aktuelle Meldungen/Deutscher Bundestag
Betrachtet man dazu nun die offiziellen Statistiken zur Inflation und zum Wirtschaftswachstum, ergibt sich durchaus eine Bestätigung für den Wertverfall des Euros - vorausgesetzt, diese Betrachtungsweise wäre ökonomisch korrekt:
Deutschland
Verbraucher-
preisindex
Insgesamt
Jahr in %
1999 +0,6
2000 +1,4
2001 +1,9
2002 +1,5
2003 +1,0
2004 +1,7
2005 +1,5
2006 +1,6
2007 +2,3
2008 +2,6
2009 +0,4
Bruttoinlands-
Produkt(BIP)
Jahr in %
1999 +2,0
2000 +3,2
2001 +1,2
2002 +0,0
2003 -0,2
2004 +1,2
2005 +0,8
2006 +3,2
2007 +2,5
2008 +1,3
2009 -5,0
Durchschnittl. Geldmengen-
wachstum von 7,5 % p. a.
abzüglich (BIP) ergibt Wertverlust des Euro pro Jahr in %
1999 -5,5
2000 -4,3
2001 -6,3
2002 -7,5
2003 -7,7
2004 -6,3
2005 -6,7
2006 -4,3
2007 -5,0
2008 -6,2
2009 -12,5
Damit nicht genug! Die EZB kaufte bis Dez. 2010 bereits für 69 Mrd. Euro Staatsanleihen von Griechenland auf! Was die Geldmenge weiter aufbläht und den Wertverfall des Euros noch weiter beschleunigt. Das Überleben des Euro scheint mehr als fraglich. Diverse Experten haben vor dem Euro gewarnt und es zeichnet sich immer mehr ab, dass sie recht hatten. Wer soll die diversen Pleiteländer denn bezahlen?
Nur eine von vielen Stimmen - bitte Lautsprecher einschalten!
Dieses Video ist noch hier zu sehen:
Und was ist Ihre Meinung zur Inflation? Viele angesehene Ökonomen rechnen künftig mit einer hohen Inflationsrate um die überschüssige Liquidität aus dem Markt zu bringen. Machen Sie Ihre Ersparnisse inflations- und währungsreformsicher.
Merke: Wer langfristig spart muß eine Rendite erwirtschaften, die nach Kosten, Steuern und Inflation auf jeden Fall ein paar Prozentpunkte im Plus ist - alles andere ist Negativsparen bzw. Verlust!
Hier gehts weiter:
Quelle: Statistisches Bundesamt
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Bei der Betrachtung der Inflation darf man sich nicht dadurch täuschen lassen, dass einige Produkte des täglichen Lebens entweder gar nicht teurer oder sogar billiger geworden sind. Zum Beispiel sind viele Nahrungsmittel und Getränke gar nicht teurer geworden oder sogar billiger, aber einige auch erheblich teurer. Ähnlich unübersichtlich ist das bei einigen anderen Verbrauchsgütern wie Hygiene oder Drogerieartikel usw. Selbst wenn - wie einige neuere Studien belegen sollen - unterm` Strich diese Kosten gesamt geringer geworden sind, nützt das dem Verbraucher wenig.
In der gleichen Zeit sind die Reallöhne und Renten gesunken, die Steuern und Sozialabgaben gestiegen - also weniger Netto vom Brutto, wie das heute son schön heisst. Gestiegen sind die Mieten, exorbitant die Kosten für Benzin, Gas, Heizöl und Strom. Ebenso die Kosten für Wasser, Versicherungen, Fahrkosten der öffentlichen Verkehrsmittel, Mietnebenkosten, Gebühren bei Behörden und Banken usw.
Dass die Bürger heute weniger in der Tasche haben als vor Einführung des Euro ist Fakt - obwohl das nicht unbedingt etwas mit dem Euro selbst zu tun haben muss. Nur beim Verbraucher ist dieser Eindruck so entstanden.



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