Aufklärung: Riester

    


Bei Lebens- und Rentenversicherungen kann der Kunde selbst entscheiden, ob er sein Kapital verrentet und sich damit selbst enteignet - bei der Riesterrente ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass nach dem Ableben des Versicherten das Geld dem Anbieter gehört.

Riester sollte der Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge sein, aber ohne Mitspracherecht des Kunden, denn der ist ja scheinbar - nach Meinung der Politiker - kein mündiger Bürger und wohl zu dumm, um selbst zu entscheiden, wie er seine Ersparnisse anlegt. Oder sind es andere Gründe?

Schon vor der Einführung der Riesterrente stand fest, dass die normalen Lebens- u. Rentenversicherungen besteuert werden müssen - seit Jan. 2005 leider nur der halbe Ertrag. Damit war der Allianz aus Politik und Finanzwirtschaft klar, dass es größere Umsatzeinbrüche geben wird. Somit könnten Versicherer erheblich weniger Staatspapiere kaufen (u. a. Schuldenfinanzierung des Staates) und weniger Gewinne erzielen.

Um die Absenkung des Rentenniveaus (01.01.2002) von 70 auf 67 % des letzten Nettogehaltes auszugleichen, sollen die Leute einen Riestervertrag abschließen - staatlich gefördert selbstverständlich (damit die zuvor genannten Verluste möglichst wieder ausgeglichen werden). Zum weiteren Verständnis s. Pluenderung der rentenversicherung
Was man den Kunden nicht sagt:
• dass durch die horrenden Kosten dieser Verträge von der Förderung so gut wie
  nichts
beim Kunden ankommt.
dass Geringverdiener und Frauen mit langen Kindererziehungszeiten, die
   voraussichtlich eine Rente unterhalb der Grundsicherung zu erwarten haben,
   diese nur für den Staat sparen, da die Riesterrente dann angerechnet wird
dass man z. B. 92 Jahre alt werden muss, um überhaupt einen Euro heraus zu
   bekommen, den man nicht selbst einbezahlt hat (gilt für einen 30jährigen Mann
   bei Vertragsabschluß), schön (für die Anbieter), wenn die Lebenserwartung der
   Männer bei 78 und der Frauen bei 83 Lebensjahren liegt! (Grund: Versicherungen
   rechnen nach Sterbetafeln der Versicherungswirtschaft, nicht mit der durch-
   schnittlichen Lebenserwartung lt. Statist. Bundesamt)
Heute, Mitte 2009, also 7 1/2 Jahre nach Einführung der Riesterrente, sind 99 % der Anbieter immer noch nicht dazu in der Lage, einem Kunden eine korrekte Berechnung seiner zu erwartenden Förderung zu berechnen(s. Versicherungsmagazin 06/2009)! Das sagt eigentlich genug darüber aus, welchen Stellenwert die Kunden bei den Anbietern und dem Staat haben.

Würden die Verbraucher alle Nachteile dieser Verträge kennen, würden wahrscheinlich die allerwenigsten so einen Vertrag abschließen. Deshalb reden Riestervertreter auch immer nur von den Vorteilen und der angeblich so hohen Förderung - aber nie von den Nachteilen.

Machen Sie sich selbst ein Bild davon:

Vorteile:
• staatliche Förderung - entweder Zuschüsse oder Steuerabzug
• Garantie der selbst einbezahlten Beiträge u. Förderung bei Auszahlungsbeginn auch bei Fondssparplänen
• Transparenz der eingerechneten Kosten vorgeschrieben (schön wär`s)
• Hartz IV-sicher = muss während ALG II - Bezug nicht aufgezehrt werden
• geringer Eigenbeitrag bei geringem Einkommen und/oder vielen Kindern
• Teilkapitalisierung (max. 30%) bei Rentenbeginn möglich
• Entnahme zum Immobilienerwerb auch vor Rentenbeginn
• Tilgung von Baudarlehen förderungsfähig
• Übertragung auf Ehegatten im Todesfall vor Rentenbeginn möglich (eigener Vertrag vorausgesetzt)
• Anbieterwechsel mit geringen Wechselgebühren (die Realität sieht anders aus)

Nachteile:
• Ansparung nur in vorgeschriebene (zertifizierte) Produkte möglich
• bürokratischer Aufwand um an Förderung zu kommen
• zusätzliche Kosten bei Vertragsänderungen z. B. bei Einkommenserhöhung oder Kinderzuwachs
• Einschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich
• bei Kündigung vor Rentenbeginn Rückzahlung samtlicher Förderungen und hohe Verluste
• Rentenbeginn nicht vor 60. Lebensjahr - und Frührentner???
• niedrige Renditen durch Garantien u. hohen Verwaltungskosten (auch bei Fondsprodukten) - nach realer Inflation und
  Steuer  -  Minusrendite
• Vertrags- u. Abschlußkosten verteilt auf die ersten 5 Jahre - bei Kündigung in dieser Zeit Verlust trotz Zulagen
• max. 30% Kapitalisierung, Rest muss verrentet werden
• Guthaben ist nicht verpfänd- oder beleihbar
• Rente wird in voller Höhe besteuert
• Auszahlung der Rente nur in Deutschland (wird voraussichtlich von EU gekippt!)
• bei Auswanderung muss die Förderung in voller Höhe zurückbezahlt werden (wird voraussichtlich von EU-GH gekippt!)
• Anrechnung auf die Grundrente
• im Erbfall vor Rentenbeginn müssen sämtl. Förderungsbeträge  zurückerstattet werden
• im Erbfall während des Rentenbezugs verbleibt Restguthaben beim Anbieter (nach Garantiezeit)
• Rentenhöhen sind nicht garantiert
• Rentenhöhen gering aufgrund der zugrunde gelegten hohen Lebenserwartung (98 Jahre) besonders für Männer ein
  "Draufzahlergeschäft"
• Fast 1/3 aller Riestersparer vergessen ihre Förderung abzurufen - 2009 gut Eine Mrd. Euro!!
• Rückforderungen von Förderungen durch den Staat bei 1,5 Mio. Riestersparern in Höhe von 500 Mio. Euro wegen
  förderungsschädlichem Verhalten

Und: Bei Riester gilt das Gleiche, wie bei Lebens- und Rentenversicherungen: Kaum ein Riesterkunde weiss, dass die Lebensversicherer auch weniger auszahlen dürfen als den Garantiezins, oder auch gar nichts nach Anweisung der BaFin, wenn sich das Unternehmen in Schieflage befindet!  Näheres steht im § 89 VAG hier als PDF

Hier kann jeder selbst nachrechnen, was Riester taugt:


Hat Ihr Riestervertreter/Banker Ihnen das verschwiegen, steht kein Hinweis dazu im Gesprächsprotokoll? Dannn können Sie  wahrscheinlich den gesamten Vertrag rückabwickeln lassen.


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                       Wem nützt die Riesterrente?                                                               Was bringt die Riesterrente?
Monitor über die Riesterrente
Fazit:
Was wir von Anfang an gesagt haben, trifft jetzt die ersten gläubigen Riestersparer, nur falsche Versprechungen aber keine Leistung!

Wer "riestert" gibt sein schwer verdientes und versteuertes Geld freiwillig in das Vermögen der Finanzwirtschaft und des Staates. Ohne dass er dafür auch nur eine nennenswerte Gegenleistung erhält.

Die Riesterversicherung ist ein staatlich organisierter und legalisierter Umverteilungsprozess von Arbeitnehmervermögen an die Finanzwirtschaft und den Staat!
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Trotz Riesterrente keinen Euro zusätzlich - lesen Sie selbst hier:

FTD "Millionen-Rückforderungen Bund vergrätzt Riester-Sparer" lesen Sie hier:

Erste Auszahlungen von Riester-Renten für Kunden enttäuschend - lesen Sie hier:

Nov. 2011 - Riesterrente lohnt sich nicht! Experten der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)   lesen Sie hier:

Und das sind nur einige Beispiele aus den gängigen Medien.
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Das Riesterdilemma - ARD-Reportage - solte man sehen!