Aufklärung: Sparbuch
Das Sparbuch wird in Deutschland quasi schon mit der Muttermilch in das Leben eines neuen Erdenmenschen eingesogen. So gut hat die Werbemaschinerie von Banken und Sparkassen gewirkt, dass wohl fast jeder Deutsche ein Sparbuch hat oder zumindest hatte.
Wenn Eltern für ein Kleinkind ein Sparbuch anlegen, damit es seine Überbleibsel vom Taschengeld spart z. B. für eine, für das Kind grössere Anschaffung, so hat das durchaus einen erzieherischen Effekt im Umgang mit Geld und Anschaffungen.
Wenn aber Eltern, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie schon zwei Jahrzehnte oder länger von der Muttermilch entwöhnt sind, ein Sparbuch anlegen, um damit monatlich Euro 50,- oder 100,- über 18 und mehr Jahre für die Ausbildung ihres Kindes anzusparen, muss man sich fragen, ob diese während ihrer Schulzeit im Mathematikunterricht oder sei es nur bei den vier Grundrechenarten nie anwesend waren?
Foto: Rainer-Sturm, pixelio.de
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Wahrheit Aufklärung Transparenz
Gegen ein Sparbuch für die absoluten Notfälle des Lebens, also für die kaputte Waschmaschine, den neuen Fernseher, weil dem alten "die Lichter ausgegangen sind" oder die außerordentliche Autoreparatur usw. ist sicher nichts einzuwenden.
Warum nicht zum Sparen?
• Ein Minizins von 0,5 bis 1,5 % ist zum Sparen gänzlich ungeeignet.
• Der Ertrag daraus muss noch versteuert werden - zumindest alles, was über
den Sparerpauschbetrag von EUR 801,- (EUR 1.602,- verheiratet) hinaus geht -
bei angenommenen 30 % ist man dann nur noch bei 0,35 bzw. 1,05 %
• zieht man davon noch - die von der Politik vorgegaukelte - Inflationsrate von 1,1 %
ab, ist man schon im Minusbereich
• setzt man eine halbwegs reale Inflationsrate von 3 % (im Durchschnitt der letzten
40 Jahre) an, ist man bei gut 2 % Minus pro Jahr
• geht man aber von dem realen Kaufkraftverlust des Euro in den letzten 10 Jahren
aus, so wie ihn unabhängige Ökonomen berechnen, muss man gut 5 %
Inflation rechnen, womit man schon bei jährlich 4 % Minus ist s. Inflation
• Und: Die Bank oder Sparkasse freut sich über jeden Tausender auf den Sparkonten. Denn die macht damit selbst nach Abzug
des Minizinses, die sie dem Kunden gibt, noch 15, 20, 25 oder mehr Prozent Gewinn. Und das gut 9-fach pro Tausender s.
Banken und geld_waehrungssystem
Hände weg vom Sparbuch, wenn es um Vermögensaufbau geht!
Fazit: Das Sparbuch zum Sparen ist Geldvernichtung!
Foto: doro_52,pixelio.de